Osterstau des Grauens

Dass wir etwas Stau haben würden an Ostern, damit hatte ich gerechnet. Aber , dass es dieses Ausmass annehmen würde, nie.

Jürgens Volvo war gepackt, wir angeschnallt. Die Blumen gegossen und die Katze verabschiedet... los ging‘s um 9 Richtung St. Gallen, Chur und über den Bernadino. Doch bereits kurz nach Chur, blieben wir das erste Mal stehen. Mehr oder wenig schleichend ging es dann hinauf. In Bellinzona waren wir dann erst so ca. um 2.30 und haben an einer hektischen Raststätte das erste Mal halt gemacht.

Halb Deutschland scheint gen Süden fahren zu wollen.Ich hab das Gefühl, es hätte mehr Deutsche Kennzeichen als Schweizer auf der Strasse.

Durch den Zoll ging es eigentlich ganz ok. Doch bereits auf dem Mailänder Ring staute es wieder und wieder ... Das Navi wollte ums da schon nach Genua oder über Verona umleiten... hätten wir nur mal drauf gehört... Selbst bei Parma, wollt ich nicht hörn, obwohl das Navi meinte, wir sollten über La Spezia abweichen. Der Stau hielt an bis Florenz, wo wir es nicht mehr aushielten und dann Richtung Sienna weiterfuhren.

An einem schrecklichen Unfall mit mehreren Autos und umgekipptem PKW fuhren wir vorbei. Aber Oft war es jedoch nicht ganz nachvollziehbar warum es Staute, und wir dann wieder weiterfahren konnten. Es hatte jedoch viele auch Baustellen. Warum man vor Ostern so viele Baustellen haben muss? Es bleibt ein Rätsel.

Bei einer Pinkelpause wurde Michael unflätig von Damen gestört, die sich ins Männerklo „verirrt“ hatten und von einer Putzfrau, welche sich ebenfalls ungeniert im Männerklo betätigte, angewiesen, welches der Toiletten als nächstes frei würden. So kann ein Mann nicht pinkeln, der Arme.

Das Agriturismo hatte ich inzwischen informiert, dass es spät werden würde.

Inzwischen war es dunkel, die Autostrada, besser als in meiner Erinnerung, aber dennoch nicht grade zum Rasen geeignet. Bei der letzten Pinkelpause wurde Michael die Tür vor der Nase geschlossen. Er ging in den Busch und wurde weder von einem Wildschwein nich einem Stachelschwein attackiert.

Nach einer kleinen Irrfahrt nach Siena, kamen wir dann kurz vor Mitternacht endlich an.

Stefano, der Hausherr, den ich eine halbe Stunde vorher über unsere Ankunft informierte, erwartete uns schon. Schnell waren wir eingecheckt und herumgeführt und konnten endlich die Beine auf dem grossen Bett ausstrecken.

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