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Eine Heimfahrt mit unerwarteten Highlights

Heute gab es ein hartes Aufwachen. Jürgen, der sonst immer gut gelaunt ist, klopft an die Tür und meint ungehalten, kein Wasser. Tja, die Nacht hat es Gewittert, dann kann es in Italien schnell geschehen, dass der Strom ausfällt und darum die Pumpen nicht mehr laufen. Ich ruf an der Rezeption an und tatsächlich und unerwartet meldet sich jemand bereits um 7.00 Uhr in der Früh. Das Problem sei bekannt, man kümmere sich. Italien denke ich, dass kann dauern. Wenn man kein Wasser hat, dann merkt man erst wie abhängig man von den guten Tropfen ist. Meine Nachlinsen muss ich ungewaschen in die Aufbewahrungsflüssigkeit geben. Doch dann geht es doch plötzlich wieder – wir können doch noch alle duschen und kommen auch wie abgemacht um 8 mit den Koffern zum Auto. Schnell ist alles verstaut – doch dann.... wo ist der Schlüssel. Alle schauen mich an. Ich weiss jedoch, dass ich ihn nicht als letzte hatte. Aber da ich immer den Schlüssel auf mir hatte, bin nun ich die die man böse ...

Volterra will uns nicht oder eine Irrfahrt in der Toskana

Nach einem weiteren üppigen Frühstück fahren wir etwas spät los. Zuerst nur auf den nächsten Hügel, denn ausgerechnet dort gibt es den exzellenten Vernaccia, den wir in San Gimignano geniessen durften. Doch wir sind zu früh. Vor 11.30 gibt es keine Weindegustazione. Am gleichen Hügel, gibt es jedoch noch ein Gourmetrestaurant – doch von uns macht es keinen an Kaviar in dieser Gegend voller Köstlichkeiten zu essen. Wir fahren Richtung Volterra. Die Fahrt ist toll, auch wenn das Wetter eher bewölkt ist. Vor Volterra liegen irgendwelche Kunstobjekte (ein Oval und Kreis aus Metall und an Mikadostäbchen erinnernde, überdimensionierte Metallstifte) in den Wiesen am Wegrand und werden rege genutzt um ein Foto zu schiessen. Dabei bietet die Natur bereits spektakuläres genug. Vor Volterra stecken wir im Stau und mir schwant böses. In die Stadt hinein lassen sie uns gar nicht. Wir zirkeln also um den Berg herum und hinauf und hinab, doch die Parkplätze und die nicht ganz legale...
Chianti - Hicks - eine hügelige Fahrt Die Sonne lacht. Leider hat das mit der Matrazenbastelei nicht wirklich geholfen. Melanie hat schlecht geschlafen. Erst einmal fahren wir Richtung Poggibonsi und dann geht es hinauf und hinan und immer weiter bergauf. Leider ist es etwas diesig, aber dennoch ist der Blick ins Flachland gewaltig. Es wird immer waldiger. Die Steineichenbäume bilden mit anderen Bäumen und Sträuchern, mit Unterholz und Steinen einen richtigen Urwald. Ein Paradies für die hiesigen Wildschweine, Stachelschweine, Dachse und Vögel. Immer wieder wird der Wald unterbrochen von Olivenhainen und Rebbergen. Der Chianti wächst auf steinigem Grund. Unser erster Stopp gilt jedoch dem Olivenölproduzent San Donatino, den wir in San Gimignano entdeckt haben. Der Weg, mehr Schotterpiste als Strasse ging steil hinab an Weinreben vorbei. Schon wollten wir bereits aufgeben, dann hab ich das Eulenmotiv entdeckt. In einer rotierenden Blechkiste garten Hühnchen und Tauben(?...
San Gimignano (Jimmy Jango) Der Tag fängt ja gut an. Melanie und Jürgen haben schlecht geschlafen. Die Matratzen in ihrem Zimmer sind total durchgelegen. Beim Frühstück sitzt neben uns eine Deutsche Familie. Der Junge, ein altkluges Kerlchen, zitiert glaub ich den Schatz am Silbersee, und wird ständig von seiner Mutter korrigiert. Als er endlich fertig ist, will er nur noch weg und verhandelt lautstark mit seiner schwierigen Mutter. Kaum ist er weg fängt seine ältere Schwester mit ihrer Mutter zu diskutieren an, wie sie den nun an irgend ein Ereignis nach Frankfurt gelangt. Es entwickelt sich das Sinnloseste Gespäch, dass man sich nur vorstellen kann. Derweil sitz Papa ganz uninteressiert daneben und kümmert sich nur um sich. Leicht genervt und lässig gelangweilt. Kein Wunder zieht seine Alte so ein saures Gesicht. Nach dem Zähneputzen gehen wir nochmals zur Reseption um wegen der Matratze zu reklamieren. Doch wer steht da und erzählt beim auschecken ihre halbe Lebensgeschichte? ...
Monteriggioni, Certaldo Alto und Poderi Arcangelo Heite verlassen wir Sant’Anna in Camprena und etwas Wehmut kommt auf. Einerseits weil dies eine wirklich schöner Ort voller Ruhe und hervorragendem Essen war, andererseits, weil nun auch schon die hälfte unserer Ferien um ist. Das Wetter macht heute Kapriolen, es regnet. passt jedoch zu meiner Stimmung. Ornella die Köchin will ihr Rezept für ihre Crostata con crema die Vanilla noch immer nicht herausrücken, aber gibt uns noch welche mit als Wegzehrung. Stefano, der arostokratisch wirkende Hausherr, Rezeptionist, Kellner und Allrounder verkauft Melanie noch eine Vino Nobile, den wir hier geniessen durften. Wir nehmen etwas Bio Olivenöl mit. Die Toskana ist bei Regen nur halb so schön. Jetzt erst merkt man wie abgelegen hier alles ist. Ja fast etwas Trostlos. Wenn ich hier ein Haus hätte, müsste es ein Cheminée (Kamin) haben, wo ich mir ein gemütliches Feuer machen könnte. Es geht gen Norden an Siena vorbei. Die vier dicken Koffer...
Siena und der Duomo Es ist bewölkt. Heute fahren wir gen Norden nach Siena. Parkplatz ist heute nicht wirklich ein Problem. Mit 5 Rolltreppen geht es hinauf zur Basilica San Francesco. Eine Kirche voller Kunstschätze viel buntem Glas und Wandgemälden. Auch von Sodoma hat es Fresken, die aber arg verblasst sind. Dann geht es im Menschenstrom zum Palio. Gottseidank hat es noch keine Asiatischen Gruppen. Das ganze wirkt trotz der vielen Leute nicht gehetzt. Der Palio ist voll. Leider steht die Sonne nicht günstig um gute Fotos zu schiessen und unser Eisdielebalkönchen ist auch besetzt. Trotzdem schiessen wir Fotos wie verrückt. Kurz überlegen wir noch auf den Torre (den Turm) zu gegen, aber die lange Schlange vor dem Tickethäuschen schreckt uns ab. Leute zu beobachten fällt hier nicht schwer. Mir gefällt dr Stil einiger Italienerinnen, leichtes Understatement mit Eleganz gemischt. Andere Damen hingegen sind eindeutig einem falschen Modeverständnis zum Opfer gefallen. Wie immer sin...
Montepulciano, Montalcino und Abbazia Sant‘ Antimo Der Frühstückstisch war heute österlich gedeckt. Auf jedem Teller lagen Schokoladeneier und irgendwie brachten sie es fertig allem mit wenigen Mitteln einen feierlichen Charakter zu verleihen. Zweige, Kräuter und Blumen aus der Umgebung in Vasen wirkten als Strauss durchaus edel und elegant auf den alten Klostertischen. Heute fahren wir erst gen Osten. Kurz nach Pienza sehen wir auf einem Hügel ein schönes Castello und Michael fährt diesmal ungeniert hinauf. Auch dieses ist ein Agriturismo, hat aber einen edlen Weinladen im Hof. Auf der Terrasse davor wurden aus Baumstämmen. Stühle und Bänke gezimmert, welche durchaus nach Narnia oder ins Auenland gepasst hätten. Kitschige Statuen verstärkten diesen Eindruck noch. Nach einigen Fotos mehr gehts weiter nach Montepulciano, das wie immer hoch oben auf einem Hügel thront. Unter sich die Weinberge und Olivenhaine. Parken ist auch hier eine Herausforderung, aber bei Parkplatz Nummer 9 w...