Sant’Anna in Camprena, Bagno Vignoni, Val d’Orcia und Pienza

Nach einem typischen Italienischen Frühstück mit süßen Cornetti’s (Croissants) , Kuchen und staken Kaffee, haben wir uns erst mal unser Kloster genauer angeschut.

Aim 14ten Jahrhundert als Einsiedelei begonnen, wurde im 15then das Kloster gegründet und 1503 von Sodoma, einem Schüler DaVincis mit Fresken verziert. Die Kirche ist schlicht und hat einen einfachen, aber schönen Terracottaboden. Rechst davon kommt man ins eigentliche Klostergebäude.

Der Kreuzgang ist ohne Säulen aber mit Fenstern versehen. Darin befindet sich ein schöner Brunnen. Im Refretorio wird gefrühstückt. In einem der Räume hat es noch mehr Wandmalereien von Sodoma, die von Touristen und Besuchern aus aller Welt bewundert werden.

Vom Kreuzgang landet man auch im Zitronengarten. Darunter befindet sich eine grosse Wasserzisterne, Auch der Zitronengarten ist im Kreuz angelegt und man hat einen herrlichen Blick ins Tal. Es hat Bäume mit Früchten, bei denen wir nicht ganz sicher sind, um was es sich handelt. Und verteilt stehen kleine Tische, die zum Verweilen einladen. Die perfekte Kulisse für ein Hochzeitsfest. Dafür wird es wohl auch rege genutzt.

Im Sommer finden hier auch klassische Konzerte statt.

Wir sind in einem Anbau untergebracht. Auch da hat es einen liebevoll gepflegten Hof mit Tischchen und Blick ins Tal. Abends haben wir hier einen Aperitif (ein Moretti Bier) genossen.

Zum Kloster führt eine Zypressengesäumte Allee. Vor dem Kloster hat es noch ein kleiner Friedhof mit Kapelle. Alles wirkt gepflegt. Das Agriturismo stellt Bioerzeugnisse (Wein, Grappa und Olivenöl) her und Wurstwaren aus Sinesischen Schweinen.

Schliesslich fahren wir nach Bagno Vignoni, einem Thermalbadeort. der bereits von den alten Römern genutzt wurde. Unterwegs halten wir bei einem grünen zart sprießenden Weizenfeld in dem ein Kreis dunkelgrüner Zypressen stehen. Wie alle Touristen steigen wir aus, um zu fotografieren. Aber im Gegensatz zu den Russen und Indern, welche für das perfekte Instagrambild alles tun würden, laufen wir nicht mitten ins Feld rein und setzen uns auch nicht auf die zarten Pflänzchen. Auch posieren wir nicht unnatürlich mit geschwellter Brust und unnatürlich abgewinkelten Fingern.

In Bagno Vignoni bestaunen wir erst die Gegend, die römischen Ruinen, um dann im Städtchen das .
Wasser-Balett-Kunstwerk bewundern und schliesslich bei einem Glaserl Weisswein italienische „Schweinereien“ geniessen dürfen. Ja so lässt es sich leben.

Das Val d‘Orcia ist einfach schön. Die Mohnblumenzeit werden wir zwar wieder nicht erwischen, aber die Weichen Hügel, gelben Blümchenflecken, die zypressengesäumten Wege sind einfach schön.

Michael ist auf der Jagt nach der Filmlocation des Gladiators.... unterhalb Pienza finden wir tatsächlich Terrapille. Doch kurz vor dem Ziel kneift Michael.

In Pienza knallt die Sonne. Wir Kurven und Kurven für einen Parkplatz. Endlich werden wir fündig. Das Städtchen ist voller Touristen. Wir geniessen jedoch unser erstes Gelato. Die lokale Bevölkerung hat Zelte für ein Frühling aufgestellt und macht sich dran in stinkendem Fett irgendetwas auszubacken. Wir halten uns lieber an Pecorino, der hier überall angeboten wird.

Zurück im Agriturismo geniessen wir ein Moretti (Bier) mit Blick ins Tal und nach einem Powernap ist es schon Zeit fürs Abendbrot.

Herrlichen Fenchelsalami, Coppa, Prosciutto und Schwarzenmagen, wie auch gebackene runde Auberginen mit Bruschetta bilden den Auftackt des Menüs. Mit Spinat und Ricotta gefüllte handgefertigte Ravioli an Salbeibutter bilden das Secondo. Schweinerippchen, Würstchen und weisse Bohnen mit Salat der Hauptgang und marinierte Erdbeeren das Dessert. Ein Grappa hilft. Der Verdauung und angedeutete Bettgeschichten bringen alle zum Lachen....na, was ihr wieder denkt....

Das Bett ruft und wir sagen gute Nacht...


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